Team Musik

"Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten"

(Gustav Mahler)

Ohne die Musik ist ein Musical nicht das, was es ist: ein musikdramatisches Werk mit Schauspiel, Choreographie, Kostümen, Bühnenbild und Showtechnik. Die Schwerpunkte der einzelnen Gewerke sind in jedem Musical unterschiedlich gewichtet, jedoch ist der rote Faden eines jeden (guten) Musicals der musikdramatische Aufbau der Songs, der Instrumentalstücke und der großen Ensemblenummern.

Musik erfüllt und begleitet uns überall in unserem Alltag. Wir hören gerne Musik im Live-Konzert und zu fröhlichen Anlässen, wie z.B: Partys, Geburtstagsständchen, Hochzeit, Taufe oder beim Tanzen. Aber auch um schicksalhafte, traurige Ereignisse besser zu verkraften, so z.B. bei Liebeskummer, wenn man von einander Abschied nehmen muss oder wenn man sich einsam fühlt. Musik wirkt im Leben wie auch im Musical am stärksten auf der emotionalen, nonverbalen Ebene, und meine Aufgabe sehe ich darin, diese musikalisch-emotionalen Höhepunkte eines Werkes herauszuarbeiten.

Ren’s Vater lässt seine Familie sitzen, und Ren kompensiert dieses tragische Erlebnis mit Rockmusik und ekstatischem Tanz. Die Familie Moore verlor ihren Sohn, und verzichtet – ganz im Gegensatz zu Ren – auf freudige, peppige Musik. Die Musik ist bei den Moores nur noch zur geistigen Erbauung und zum Trost über den Schmerz erlaubt.

Die Musik in Footloose trägt diese verschiedenen Funktionen: sie spiegelt die Gefühlswelt der handelnden Personen in ihren jeweiligen Song wieder, sie lässt das Drama noch dramatischer erklingen, und sie charakterisiert über wiederkehrende Melodien und Stilistik die Hauptakteure, mit ihren Gangs und Cliquen und die Wandlung der Gemeinde Bomonts. Das macht Footloose für mich zu einem guten Musical!

Ralph Scheiner, Musikalische Leitung

Team Regie

REGIE , abgeleitet aus dem Französischen „régie“ oder noch ursprünglicher dem Lateinischen „regere“ bedeutet verantwortliches Leiten bzw. regieren.

Nun, ich komme mir weder wie ein Regent vor, noch bin ich Alfred Hitchcock, Quentin Tarantino oder wie manche mich spaßhalber rufen, Steven Spielberg. In erster Linie verstehe ich meine Rolle als Regisseur , die ich parallel zu meinen Rollen seit der Produktion der 3 Musketiere und Hairspray innehabe, als Koordinator, Ideensammler, Probenleiter und vor allen Dingen Motivator.

Sicherlich haben unsere Produktionen ähnliche Abläufe, wie man sie bei einer Profiproduktion am Theater vorfindet, angefangen bei der gemeinsamen Konzeption des Stückes mit den Verantwortlichen von Bühnenbild, Maske, Kostüm, Requisite, Musik, über Leseproben, Konzeptionsproben und Hauptproben, die schließlich in einer Generalprobe enden.

Anders als bei den Profis gibt es allerdings nicht von vornherein ein absolut strenges Inszenierungskonzept, welches ich mir alleine in stundenlangen Sitzungen oder im Urlaub auf Sizilien ausgedacht habe, vielmehr geht man mit dem Studium des Drehbuches, den mehr oder weniger guten Regieanweisungen dieses Drehbuches (die übrigens keinen bindenden Charakter haben), den technischen Möglichkeiten, die wir haben und dem, was man bereits an Musik und Tanz im Vorfeld erarbeitet hat, in die Szenenproben. In diesen Proben probieren (Proben kommt von ausprobieren) wir aus, wie Text, Personen, Handlung, Aufgänge am besten in Szene gesetzt wird. Wir fangen hier an zu interpretieren und das Grobkonzept auszufeilen und nach und nach zu einem feinen Konzept zu wandeln.

„Live on stage“  können Szenen anders als im Film nicht wiederholt werden, man kann nicht in Totale oder Nahbild wechseln, jeder Zuschauer will möglichst viel sehen und verstehen und sich in keinem Falle langweilen, daher lege ich viel Wert auf deutliche Theatersprache, Sichtbarkeit und Dynamik. Wichtig ist es, alle Mitwirkenden zu aktiv mitarbeitenden Partnern zu machen, ihren Input zu schätzen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, wenn unterschiedliche Auffassungen bestehen, zur Not aber auch mal das letzte Wort zu haben.

Im Übrigen muss ich erwähnen, dass die Proben erst beendet sind, wenn die Hauptproben stattfinden.  Dies bedeutet, bis dahin, bis zu dem Punkt, wo Licht, Vorhänge,  Bühnenbild, Requisiten, Tanz und Musik und dergleichen zusammenwirken, ist alles im Fluss und kann noch geändert werden. Vor der Premiere bitte ich alle Darsteller, sich für die nächsten 3 Stunden ihrer eigenen Person zu entledigen und voll ihren Alter Ego anzunehmen, also die Rolle nicht zu spielen, sondern sie zu sein.

Wenn es uns dann gelingt, bei der Premiere ein Gesamtbild abzugeben, von dem der Zuschauer den ganzen Abend gut unterhalten wird und uns alle Beteiligte auf, vor und hinter der Bühnen mit Applaus belohnt, dann haben wir nach Monaten voller Engagement unseren verdienten Lohn bekommen.

Für mich persönlich ist das aktive Spiel auf der Bühne, wenn ich als Teil des Ensembles in mein Alter Ego geschlüpft bin, die schönste Belohnung. Dies am Ende umso mehr, wenn alles weitestgehend glatt gelaufen ist und man die Freude aller Beteiligten und der Zuschauer spüren, fühlen und hören konnte.

Thorsten Kusch, Regisseur

Team Choreographie

"Tanz ist das stärkste Ausdrucksmittel der menschlichen Seele"

(Thomas Niederreuther)

Genau dieser Spruch spiegelt wieder, warum wir uns gerne in der Freizeit damit beschäftigen selbst zu tanzen und unsere Erfahrungen, die wir beide über viele Jahre in Ballett, Jazz, Showtanz, Standard und Latein sammeln konnten, an das Ensemble weiterzugeben. Mit den Elementen des Tanzes lassen sich im Musical unterschiedlichste Stimmungen, die man dem Publikum näher bringen möchte, wie in einem Bild visualisieren und damit die Musik wunderbar unterstreichen.

Beim Entwickeln der Choreographien, die wir gemeinsam seit dem Projekt AIDA im Jahre 2009 machen, bedienen wir uns dabei verschiedenster Tanzstile, die wir passend zu den Musikstücken aussuchen. Wir schauen uns Beispiele mehrerer Produktionen an, sichten Bildmaterial und hören uns die Musik natürlich immer wieder an, um den Charakter des jeweiligen Musicals zu treffen. Die ersten Ideen entstehen zunächst gemütlich im eigenen Wohnzimmer, wobei wir bei den Schrittkombinationen immer darauf achten müssen, dass beim Tanzen noch genug Luft zum Singen bleibt.

Dann beginnen wir in den Proben damit, mit allen die einzelnen Schritte einzustudieren und nach und nach alles zusammenzubauen. Spannend ist es jedes Mal auch für uns, wie unser "Werk" am Ende tatsächlich fertig aussieht, schließlich entstehen die Aufstellungen zuerst nur auf dem Papier.

Ebenso ist es für uns wichtig, alle Mitwirkenden je nach tänzerischem Talent mit einzubeziehen, so gibt es zum Beispiel auch eine kleine Tanzgruppe, die ihr Können in kleinen Solostellen zeigen kann.

Im Laufe der letzten großen Projekte DIE 3 MUSKETIERE, HAIRSPRAY und den MUSICAL HIGHLIGHTS 2015 bekam der Tanz in der MusicalFactory seinen festen Platz in der wöchentlichen Probe, in der mit viel Spaß an den Choreographien oft schweißtreibend gearbeitet wird.

Wir hoffen, ihr seid gespannt auf unser neuestes Projekt FOOTLOOSE und freuen uns, euch wieder viele neue Tänze präsentieren zu können!

Manuela und Alex, euer "Choreoteam"

Team Bühnenbild

Sie können sich nicht vorstellen, wie man in etwa 35 m² ganze Straßenzüge packt, eine Kirche baut und binnen Sekunden von der Burger-Bar unter die Eisenbahnbrücke wechselt? – gut, denn dafür haben Sie ja uns: die kreativen Köpfe des Bühnenbildteams! Seit unseren Anfängen 1998 hat sich auch in diesem Arbeitsbereich der Musical Factory Einiges getan, denn was einst mit einer von Schülern im Kunstunterricht gestalteten Styropor-Pyramide begann, ist über die Jahre zu einem ausgefeilten, multifunktionellen Bühnenbild herangereift, das in vielen Stunden planerischer und praktischer Arbeit entsteht.

Fachwissen und technisches Knowhow unserer Profi-Handwerker, Hobby-Bastler und Nachwuchs-Maler verschmelzen vom ersten Entwurf auf dem Papier bis zur finalen Konstruktion in einem harmonischen Gesamtbild, das den Zuschauer mit dem Öffnen des Vorhangs in fremde Welten entführt.

Neben den großen Bauten, wie unseren Hintergründen, haben wir aber auch ein Auge fürs Detail. Und so hat Bettys Burger Blast nicht etwa nur Stühle, Tische und eine Bar, nein, sogar die Serviettenhalter, Becher und Tabletts sind, dank der eifrigen Arbeit unserer Requisite, im Stil der amerikanischen Diner gehalten. Denn gerade diese Details machen ihren Besuch bei der Musical Factory zu etwas Besonderem.

Die Erstellung unseres Bühnenbilds liegt seit diesem Projekt in familiärer Hand: Konstruieren, Bauen, Fertigen, Dekorieren, Tapezieren, Malen und vieles mehr bis ins perfektionistische Detail übernehmen die Mitwirkenden des Bühnenbildteams unter Leitung von Denise Bickler.

Dankenswerter- und praktischerweise können Know-how und Connections des Familienbetriebs (Fink Malermeister e.K., Dietzenbach) genutzt werden, inkl. Transportbus mit Anhänger. Da fühlt man sich schon fast auf Profiniveau einer Bühnenbildabteilung eines Staatstheaters.

Für Abhilfe bei großem und kleinem Hunger unserer Mitwirkenden sorgen darüber hinaus Petra, Marcus und Lino an langen Proben- und Auftrittstagen. Dieses einzigartige Angebot, einfach mal Pause machen zu können und die Energiereserven wieder aufzuladen, lassen sich Sänger, Musiker sowie Techniker natürlich nicht entgehen.

Denise Bickler, Bühnenbildnerin

Team Kostüm

Kleider machen Leute - das ist nicht einfach nur ein Spruch, den man so daher sagt - nein, wie in allen Sprichwörtern liegt auch in diesem ein wahrer Kern. Kleider machen Leute!  Ganz besonderes nutzt man dies im Theater, Schauspiel, Oper oder auch Musical aus.

Mit der Kleidung wird dem Zuschauer die zeitgeschichtliche Einordnung des Stücks an die Hand gegeben, ohne auch nur ein Wort gesagt oder eine Zeile gesungen zu haben. Allein mit dem, was die Protagonisten tragen, bekommt der Zuschauer eine Fülle von Informationen, die man sonst nur mit Mühe und großem Zeitaufwand auf die Bühne bringen könnte.

Dies geschieht ganz unwillkürlich und ohne viel nachzudenken. Die Kostüme (natürlich gemeinsam mit dem Bühnenbild) eines Stücke vermögen dem Zuschauer nur mit einem Blick in die Geschichte hineinzuziehen. Das ist es, was das Kostüm-Team der Musical Factory bei jedem neuen Musical zu erreichen versucht. Das ist oft nicht einfach, da unsere geringen finanziellen Mittel leider oft unserem Schaffens- und Perfektionsdrang enge Grenzen setzt. Die Arbeit des Kostüm-Teams ist sehr vielfältig. Wir haben den Überblick über den Fundus, wir recherchieren im Internet, wir nähen, wir basteln, wir leihen aus, wir gehen auf Flohmärkte und vieles mehr.

Dem allen geht natürlich ein reger Austausch mit Regie und auch im Team selbst voraus. In vielen Besprechungen wird jede einzelne Rolle und auch jeder Einzelne des Ensembles betrachtet und dessen Kostüm zusammen zusammengestellt (teils neu, teils aus dem Fundus, teils aus privaten Leihgaben). Insgesamt ist es eine wunderbare Aufgabe, die viel Spaß macht, vor allem dann, wenn am Ende der Probenzeit, kurz vor der Premiere, das ganze Ensemble im Kostüm auf der Bühne steht - und man sehen kann, wie sie alle zusammen so richtig gut aussehen.

Das Gesamtbild passt, der Zauber kann beginnen...

Iris Wilk, Kostümbildnerin

Team Maske

19:50 Uhr: Die Haare sind toupiert, zu feinen Locken gedreht oder kunstvoll gesteckt, hier und da wird noch gezupft, geklopft, gesprüht und gepudert. Die Wimpern sitzen, Kontur und Lidschatten sind gut verblendet, die Lippen schön bemalt –ein letzter Blick in den Spiegel und die Show kann beginnen: Vorhang auf und Spot an! Dass die Darsteller der Musical Factory an diesen Abenden glänzen, liegt vor allem an ihrem musikalischen Können und keines Falls an glänzenden Gesichtern – dafür hat im Vorfeld das Team der Maske gesorgt.

Anders, als bei den übrigen „visuellen“ Teams, ist unsere Hauptarbeit nicht mit der Premiere des neuen Stückes abgeschlossen, sondern beginnt mit jedem Auftritt aufs Neue. Etwa vier Stunden vor jeder Show nimmt die Maske ihre Arbeit auf. Nach einem zeitlich durchgetakteten Plan stehen jedem Darsteller etwa 20 Minuten zur Verfügung, um sich vom Lehramtsstudenten, der Hausfrau oder dem Manager in seine jeweilige Rolle zu verwandeln.

Oberstes Gebot: jeder kommt grundiert und abgepudert zur Maskenzeit. Die fleißigen Helferinnen des Teams stehen dabei mit geübten Handgriffen zur Verfügung und schaffen es immer wieder das Optimum aus den Gesichtern herauszuholen. Selbst die Spuren der kurzen Nächte vor den Auftritten verschwinden mit dem richtigen Make up im Nu.

Aber nicht nur direkt vor den Auftritten haben wir einiges zu tun, nein, unsere Arbeit beginnt bereits mit der Auswahl des Stückes. Denn genau, wie in allen anderen Arbeitsbereichen der Musical Factory, haben wir den Wunsch den Zuschauer schon mit dem Öffnen des Vorhanges in die Geschichte hineinzuziehen und müssen uns in enger Zusammenarbeit mit dem Kostümteam abstimmen – schließlich sollen Make up und Frisuren das Gesamtbild unterstreichen und nicht davon ablenken.

An vielen Nachmittagen und Abenden werden also Kataloge gewälzt, Produkte „geswatcht“, Inspirationen auf YouTube oder aus Zeitschriften gesucht, Gesichter zur Probe geschminkt und Frisuren gesteckt. Wir legen jedes Make up und jede Frisur für jeden einzelnen Darsteller fest und planen dessen Schminkzeiten ein. Außerdem besprechen wir welche Materialien neu angeschafft und ausgetauscht werden müssen und erstellen die Schminkanleitungen für die einzelnen Gruppen.

Gemeinsam mit den faszinierenden Klängen der Musik, dem detailreichen Bühnenbild, den liebevoll abgestimmten Kostümen, den mitreißenden Szenen und Choreographien und der harmonischen Beleuchtung schaffen wir es die Zuschauer in fremde Welten zu entführen und setzen mit Make up und Frisuren das Tüpfelchen auf das „I“.

Laura Zulauf, Maske

Team Medien

Nicht nur auf der Bühne sondern auch drum herum gibt es viel Arbeit für kreative Köpfe. Es wollen Flyer und Plakate, Programmhefte, die Internetseite und Social Media Plattformen für die Gruppe gestaltet werden.

Zu diesem Zweck hat sich das Medienteam gegründet, indem nun die Drucksachen und der Auftritt der MusicalFactory nach aussen besprochen und gestaltet werden.

Darüber hinaus ist es eine Ideenschmiede für die gesamte Gruppe in der Vorschläge gesammelt und grob ausgearbeitet sowie dann auch dem gesamten Teamerkreis vorgestellt werden. In den regelmäßig stattfindenden Sitzungen werden neue Ideen besprochen, geprüft und weitergesponnen.

 

Team Technik

Die Projekte der MusicalFactory leben auch von hervorragenden Ton- und Lichtdesigns, deren Konzepte und Umsetzung in den bewährten Händen von Michael Steinmetz, Tobias Reichert, Kai Belzner und David Neumann liegen. Besondere Showeffekte, wie z.B. Feuerwerk bei Open-Air Inszenierungen, Konfettikanonen, Beamer-Shows und alle Arten von Bühnennebel, runden die facettenreiche Veranstaltungstechnik unserer Produktionen ab.

Das Technikteam, das bis zu zehn Personen umfassen kann, sorgt vor und nach den Veranstaltungstagen für einen technisch reibungslosen Ablauf der Auftrittswochenenden und der großen Probenwochenenden. Hand in Hand wird es dabei unterstützt vom Transportteam (Ralf Neumann), das sich auch um die Lagerlogistik kümmert.